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Ausstellung im ersten Obergeschoss
Eulen (Foto Jürg Stauffer)

Vögel
Einen grossen Teil unsere Ausstellung haben wir den einheimischen Vögeln gewidmet. Es sind hier die meisten Brutvögel der Region ausgestellt und beschrieben.

Postkarte Eisvogel, Foto: P. Hegner, Solothurn
Eisvögel, Bienenfresser und Wiedehopf.

Ökologie oder Systematik?
Unter Museumsleuten wird häufig darüber gestritten, ob die Tiere nach ihrer Verwandtschaft (Systematik) oder nach ihrem Lebensraum ausgestellt werden sollen.
Wir haben uns für eine systematische Ordnung mit ökologischem Inhalt entschieden.

Insekten
Die Insekten nehmen in der Zoologie und auch in den Museen eine besondere Stellung ein. Sie werden nicht wie die anderen Gliedertiere, wie Krebse, Spinnen und Tausendfüssler, zu den «Niederen Tiere» gezählt, sondern als eigenständige Gruppe geführt. Museen führen eigene Insektenabteilungen und besitzen meistens unendlich grosse Mengen von auf Nadeln aufgespiessten Käfern und Schmetterlingen. Für diese sehr unterschiedliche Gewichtung, gibt es neben ihrer für Sammler wichtigen Vielfalt und Schönheit einen ganz praktischen Grund: Insekten lassen sich einfach präparieren und konservieren - im Unterschied zum Beispiel zu den Spinnen.

Amphibien
Alle bei uns vorkommenden Frösche, Molche und Kröten. Die Stimmen der sieben «quakenden» Arten können wie bei den Vogelstimmen auf Knopfdruck abgehört werden.

Reptilien
Die Ausstellung versucht u.a. die Angst und Abscheu vor Schlangen abzubauen.

Solothurner Schildkröten
Den weltbekannten, versteinerten Schildkröten aus den Steinbrüchen der Stadt haben wir, «mitten» im Museum und herausgelöst aus den andern Versteinerungen, einen besonderen Standort zugewiesen.

Sie haben vor 150 Millionen Jahren im sogenannten Jurameer gelebt und wurden in grosser Zahl in den Steinbrüchen nördlich der Stadt gefunden. Die Behörden von Solothurn bewiesen damals Weitsicht: Sie verpflichteten die Betreiber der verschiedenen Steinbrüche, unter Androhung des Verlustes der Abbaubewilligung, die Schildkröten ins neue Museum zu bringen - und das führte zur weltweit grössten Sammlung von versteinerten Schildkröten aus dem Jura.

Die Solothurner Schildkröten bildeten 1824 den Grundstock des ersten Museums (> Geschichte).

Solothurner Schildkröten (Foto Jürg Stauffer)
Solothurner Schildkröten
Wendehals (Foto Jürg Stauffer)
Wendehals

Vogelstimmenkasten, Foto: H. Fluri, Niederbipp
Sehr beliebt ist der Vogelstimmenkasten. Über Tasten können vierzig Vogelarten ausgewählt werden.
Eine spezielle Quiztaste spielt nach Zufall eine der Stimmen vor - dann sind die Besucher/innen gefordert.


Tausendfüssler, Foto: H. Fluri, Niederbipp
Die beiden Tausendfüssler laufen auf Knopfdruck und zeigen die typische Wellenbewegung ihrer vielen Beine. Der Name übertreibt übrigens: es sind je nach Art «nur» zwischen 16 und 480.

Niedere Tiere
Mit dem Begriff «Niedere Tiere» werden in der Zoologie Tiere wie z.B. Einzeller und Würmer bezeichnet. Hinter der Bezeichnung steckt keine Wertung, sondern die Evolutionlehre. Man geht davon aus, dass sich die «kompliziert» gebauten Tiere aus «einfacher» gebauten Formen durch Mutation entwickelt haben. Wir haben deshalb im 1. Stock mit den Vitrinen eine Evolutionsspirale aufgebaut, die von den Einzellern bis zu den Vögeln führt.

Weichtiere
Zu den Weichtieren gehören die Muscheln, Schnecken und Tintenfische.

Flussmuschel, Foto: NMS
Die in Flüssen mit manchmal reissender Strömung und Geröll lebende Muschel ist dick gepanzert.

Fische
Die Fischausstellung ist noch mit konventionellen Abgüssen ausgerüstet. Wir beschaffen gegenwärtig echte und übrigens sehr schöne Präparate und werden im Zuge einer Gesamterneuerung die Ausstellung neu gestalten.

Rotfeder, Foto: P. Hegner, Solothurn



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